Unseri Gschicht…

Herrliberger_BaselDie Idee ein eigenes Heerlager zu machen schwirrte eigentlich schon lange in unseren Köpfen umher. Jedoch wurde es erst in Hamburg am MPS 2015 so richtig zur Rede gebracht. Michi, Düsi und Stephan gingen in diesem Jahr zum ersten Mal an das grosse Ö, wie man es hier so schön benennt.
Da es hier extrem viele Heerlager gibt, kamen auch die Diskussionen auf, wie wir so etwas gestalten würden und was wir alles anders machen würden. Auch Bewunderung und ein wenig Neid mischten da sicher mit..

Wie es so ist, steigert man sich dann schnell in etwas rein. Kreativität plus Alkohol, plus sehr viel Spass, gleich die Geburt eines eigenes Heerlagers.

Zurück in der Schweiz, fand man dann mit Noemi und Predali auch bald noch zwei weitere „Verrückte“ und zudem natürlich auch Geldgeber. Denn eins ist klar, auch wenn wir vieles selber machen, günstig wird es nicht…

Natürlich wird sofort „überbissen“ wie man bei uns so schön sagt und gleich mit der grossen Kelle angerührt.
Eigenes Zelt evaluiert, Möbel selber gemacht, Feuerstelle, eigene Uniformen etc. etc…. Wenn durchdrehen dann richtig….

Der Geschichtliche Hintergrund

Wir befinden uns Ende des 15. Jahrhundert/ anfangs 16. Jahrhundert, also eher am Ende des Spätmittelalters. In dieser Zeit war unsere Heimatstadt Basel eine unabhängige Stadtrepublik und ein eigenständiger Territorialstaat. Es geschah dies unter gleichzeitiger politischen Integration in die Eidgenossenschaft, der Basel 1501 beigetreten war.
Link zur genaueren Geschichte. Für alle Wissensdurstige. 😉

Man sieht dies auch an unserer Kleidung und Ausrüstung, die sich doch auch unterscheiden von den anderen Heerlagern. Vom Stiel her, gehen wir schon ein wenig in die „Frühe Neuzeit“ die um 1517 mit der Reformation eingeleitet wurde, also auch ein Hauch Renaissance.

Die Uniform, zeigt eine Galauniform der Pikenier. Einer Einheit, die als Wachen wie auch als „Hauptwaffe“ der Europäischen Schlachtfelder galt. Gerade in unserer Zeit, waren es die Schweizer Söldner die in dieser Disziplin der Kriegsführung bekannt und gefürchtet waren.

Neben der typischen „Hellebarten“ die zum Kampf auf Distanz und gegen berittene Einheiten sehr effektiv sind, gehört auch der „Rapier“ unsere Stich und Hiebwaffe zu unserer Ausrüstung. Dieser wurde in dieser Zeit im Europäischen Raum erst verbreitet und war neben den Hellebarden die perfekte Ergänzung für den Nahkampf.